And the winner is… Europhonica Deutschland fasst eine Stunde live die Präsidentschaftswahl des EU-Parlaments zusammen

Europhonica berichtet live aus dem Europäischen Parlament in Straßburg: Drei junge Radiomacher aus Berlin moderieren die deutsche Ausgabe des einstündigen Polittalks.

Es ist ein historischer Tag. Ein Italiener folgt auf einen Deutschen. An der Spitze der größten direkt demokratisch gewählten Gesetzesfabrik des Kontinents. 751 Abgeordnete wählen in den Abendstunden des 17. Januar 2017 den Konservativen Antonio Tajani zum neuen Präsidenten ihres Hauses. Fünf Jahre lang führte der deutsche Sozialdemokrat Martin Schulz das Europäische Parlament durch stürmische Zeiten, geprägt von massiven Herausforderungen: Bewältigung des Geflüchtetenzuwachses, Folgen der Eurokrise, Brexit und Aufstieg der Rechten in Europa. Die Letztgenannten bekommen in vielen Ländern immer mehr Zuspruch. Und das zeigt sich auch im EU-Parlament: Die Fraktionen der Euroskeptiker und Nationalisten haben seit der EU-Wahl 2014 viele Sitze dazugewonnen – die Mehrheit stellen sie aber noch lange nicht. Auf eine Mehrheit kann auch die Europäische Volkspartei, die größte Fraktion im Parlament, nicht bauen. So konnte sich der ehemalige Industriekommissar Tajani erst im letzten Wahlgang gegen seine letztlich fünf Mitbewerber*innen um den Posten des Parlamentspräsidenten durchsetzen.

Das Medieninteresse an dem politischen Wechsel in Straßburg ist groß. TV-Stationen, Radiosender und Printredakteur*innen aus 28 EU-Mitgliedsstaaten haben die Reise in die elsässische Hauptstadt angetreten. Und Europhonica ist mittendrin. Junge Radiomacher aus drei Ländern berichten in einer Live-Sendung aus dem Pressezentrum im Europäischen Parlament über die Themen, die 500 Millionen EU-Bürger tagtäglich bewegen.

Mit dabei: Drei Berliner Radioredakteure. Wir – das sind Adrian von Kiez.fm. und die beiden HU-Studierenden Mauritz, im Berliner Alltag für Couch.fm am Mikrofon, und Luis, deutsch-französischer Moderator bei Radio Muckefunk. Unser kuscheliges Studio in der deutschen Hauptstadt tauschen wir für ein paar Tage gegen das imposante, weitläufige Medienzentrum im EU-Parlament. Pressevertreter*innen funken, schreiben, posten, twittern, senden in über 20 Sprachen von hier aus in alle Ecken des Kontinents.

 

Text: Luis Nicolas Jachmann, Mauritz Holthaus